18. März 2026
Während sich in den Trendergebnissen zunächst ein relativ düsteres Bild abzeichnete, haben die Liberalen auf den letzten Metern der Auszählung nochmal kräftig aufgeholt. „Wir gehen davon aus, da ja zunächst nur die ‚Listenkreuze‘ ausgezählt wurden, dass sich hier der Zeitgeist abzeichnete, bei dem liberale Politik derzeit nicht gerade hoch im Kurs steht“, erklärt FDP Spitzenkandidat Jo Härter. „Umgekehrt sehen wir dann bei der Auswertung der ‚Einzelkreuze‘, dass es sich bei der Kommunalwahl eben auch doch um eine Personenwahl handelt. Insbesondere bei den Briefwählern, die sich aus unserer Sicht intensiver mit den tatsächlichen kommunalpolitischen Herausforderungen und offenbar auch intensiver mit den handelnden Akteuren vor Ort auseinander setzen, haben wir dann wie erwähnt nochmal kräftig aufgeschlossen, ein zweites Mandat geholt, und der im ersten Moment erstarkten AfD einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung wieder abgenommen“, erklärt der bisherige FDP Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Alexander H. Klüh.
Dies sei jedoch nur eine erste und rein empirische Betrachtung. „Es ist uns als FDP offensichtlich nicht gelungen, unsere liberale, und traditionelle kritische Rolle der vergangenen Jahre für die Bürger und Bürgerinnen transparent und wahrnehmbar zu machen“, meint Jo Härter. Das Hinzukommen von weiteren Parteien, verlieh der Wahl, aus Sicht der Liberalen mehr den Charakter einer Bundestagswahl, wo politischer Mainstream über den Inhalten vor Ort stand.
„Mit diesem Wahlergebnis können wir nicht zufrieden sein, zumal wir von der Altersstruktur her, wie auch den angetretenen Personen eine sehr starke Liste zur Wahl gestellt haben!“, ergänzt Alexander Klüh. Konstruktive Gremienarbeit sei mit zwei Mandatsträgern im Parlament nur schwerlich möglich. „Unser Ziel für die kommenden Jahre bleibt es jedoch, eine liberale Stadtpolitik in Schlüchtern zu etablieren, die von vernünftigen Bürgern für unsere Bürger gestaltet wird“, schließt Jo Härter.